Wie alles anfing!
Als 1991 der Krieg ...
Als 1991 der Krieg im ehemaligen Jugoslawien ausbrach, waren wir gerade in Hallein zu einer Rüstzeit mit W. MacDonald zusammen. Aufgerüttelt durch die Nachrichten beteten wir für das Land und die Menschen und entschieden uns, aktive Hilfe zu leisten. Wie diese genau aussehen sollte wußte zu diesem Zeitpunkt noch keiner, aber eines war klar, wir wollten helfen und die Gelegenheit zur Verbreitung des Evangeliums nutzen. Schon wenige Tage später waren wir unterwegs, um Hilfsgüter nach Kroatien zu bringen. Dank der Mithilfe vieler Geschwister konnten wir solche Transporte wiederholen.
"Jesus - unser Schicksal!?
Sehr schnell verstanden wir aber, das die Menschen nicht nur materielle Hilfe, sondern auch unbedingt geistliche Nahrung brauchten. So wurde in kurzer Zeit das Buch ”Jesus unser Schicksal” übersetzt und gedruckt und bald darauf konnten die ersten Exemplare verteilet werden.
In dieser Zeit beschränkte sich unsere Arbeit zum größten Teil auf Flüchtlinge in Kroatien und wir lernten in dieser Zeit mehr und mehr Land und Leute kennen.
Wir besuchten die Flüchtlinge in Turnhallen, in Schulen, überall da, wo man sie untergebracht hatte. Manche von ihnen wohnten sogar in Eisenbahnwaggons und es berührte immer wieder unser Herz, wenn wir die Not der Menschen sahen.
Bereits zu dieser Zeit machte sich Alois Böck (München) fast jedes Wochenende auf den Weg nach Zagreb, der Hauptstadt Kroatiens (1Mill. Einw.) und verteilte dort mit kleinen Teams hunderttausende Gutscheine für das oben genannte Buch. Die Resonanz war gewaltig. Über 5000 Menschen bestellten das Buch “Jesus unser Schicksal” und danach erhielten wir immer wieder Post von Menschen, die durch das Lesen dieses Buches zum Glauben kamen.
Wie wird es weiter gehen?
Wie sollte jetzt alles weiter gehen? Wer würde sich um diese vielen Menschen kümmern? Gerade diese Fragen und die Offenheit der Menschen bewegten mein Herz und Gott gab mir das Anliegen und die Sicherheit, einen großen Schritt in meinem Leben zu machen und in das Unbekannte, nach Kroatien zu ziehen.
Der Anfang war sehr bescheiden. Ich konnte werder die Sprache, noch kannte ich Mensche in Zagreb, noch hatte ich eine Wohnung dort oder irgend eine andere Siocherheit. Mit einem kleinen Team machten wir uns auf den Weg nach Zagreb und die ersten Nächte verbrachten wir im Freien. Tagsüber am Büchertisch hatten wir die ersten persönlichen Erfahrungen mit Menschen und obwohl wir ganz fremd waren und auch die Sprache nicht kannten, wurden wir durch viele Ereignisse sehr ermutigt. Bald fanden wir eine Wohnung und einige Wochen später zog auch Christoph Krumm nach Zagreb, um mir in der Arbeit zu helfen. Jetzt waren wir schon zu zweit und dieses war sehr wichtig für den weiteren Fortgang der Arbeit. Beide waren wir relativ jung (25 Jahre), aber wir hatten den großen Wunsch, unserem Herrn zu dienen. Es gibt wirklich nichts schöneres und Gott hat es gesegnet.
Auszug aus dem Rundbrief 5/1997
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